Autor Miriam Kraus - Rohstoffe USD-Stärke: Ölpreise brechen ein

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Miriam Kraus Rohstoffe Daily vom 05.02.2010

Quelle: Auszug aus Newsletter "Rohstoff Daily"

 
USD-Stärke: Ölpreise brechen ein
Rohstoffe Wochenrückblick: Energie und Metalle

In der vergangenen Woche haben sich die Aktienmärkte weiterhin schwächer entwickelt. Der DAX gab im Vergleich zur Vorwoche rund 3,1% ab. Der Nikkei verlor im Wochenvergleich rund 1,3%, währen der Shanghai Composite Index um 1,67 % nachgab. Der Dow Jones notiert aktuell mit einem Minus von 1,2% im Vergleich zur Vorwoche.

Konjunkturdaten

Dem Statistischen Bundesamt zufolge ist der Einzelhandelsumsatz im Dezember in Deutschland um 0,8% gestiegen. Das Bundesministeirum für Wirtschaft und Technologie gab bekannt, dass die Auftragseingänge der deutschen Industrie im Dezember um 2,3% rückläufig sind. Ebenfalls ist die Erzeugung im produzierenden Gewerbe im Dezember um 2,6% zurückgegangen.

Die Europäische Notenbank hat wie erwartet das Zinsniveau unverändert belassen.

Aus den USA wurde ein Anstieg des ISM-Index von 54,9 Punkten im Vormonat auf 58,4 Punkte im Januar gemeldet. Prognosen waren zunächst nur von einem Anstieg auf 55,5 Punkte ausgegangen. Auch die Geschäftsaktivitäten des US-Dienstleistungssektors haben sich im Januar leicht verbessert. Beim US-Auftragseingang für Industriegüter wurde ein höherer Anstieg als zuvor erwartet ermittelt. Dagegen hat sich die US-Produktivität im 4.Quartal weniger stark erhöht als angenommen. Zudem hat sich die US-Arbeitsmarktsituation im Januar weiter verschlechtert. Wie das US-Arbeitsministerium berichtet ging die Zahl der Beschäftigten außerhalb der Landwirtschaft um 20.000 zurück. Analysten hatten zuvor einen Anstieg um 15.000 Beschäftigte erwartet, nachdem für Dezember ein Minus 150.000 Stellen ausgewiesen wurde. Finanzminister Timothy Geithner gab an, aufgrund der Arbeitsmarktsituation sehe er keine großen Spielräume für eine Reduzierung des massiven Haushaltsdefizits.

Griechenland-Problematik

Weiterhin setzt die Griechenland-Problematik die Märkte und insbesondere die Einheitswährung unter Druck. Hierzu ein Kommentar von mir aus dem Devisen-Monitor von heute Morgen:

Der Markt hat Europa die Pistole auf die Brust gesetzt! Es scheint schon fast wie eine Drohung: wenn ihr eure Probleme mit Griechenland nicht in den Griff bekommt, dann verabschiedet euch vom Euro! EUR/USD ist heute unter 1,37 gefallen und EUR/CHF unter 1,46 bevor - und davon gehe ich aus - die SNB sich dazu entschied einzugreifen.

Die Eurozone und ihr Griechenland-Problem

Da kann sich Papandreou noch so sehr den Mund fusselig reden, der Markt bleibt skeptisch was die Griechen angeht. Nun ist der Track-Record der Griechen was die Ehrlichkeit in Bezug auf ihre finanzielle Lage angeht auch nicht gerade der beste. Da hilft es offenbar auch nichts, dass die EU nun künftig alle drei Monate die griechischen Finanzen kontrollieren will. Armer Papandreou - aber warum sollte er auch bei den Marktteilnehmern auf offene Ohren stoßen, wenn ihm nicht einmal seine eigenen Landsleute wirklich Gehör schenken wollen. Die streiken lieber und wollen nichts wissen von Steuererhöhungen und Anhebung des Rentenalters! Trotzdem schade...ich denke nämlich immer noch, dass Griechenland es durchaus schaffen könnte, sofern ...der Markt Vertrauen schenkt und die Griechen bereit sind, für einige Zeit den harten Weg zu gehen. Doch leider ist der Mensch nicht zwangsläufig zu vernünftiger Balance zu erziehen - stattdessen liebt er Emotionen, wie Panik oder störrisches Verhalten.

Es hilft jedenfalls im Moment alles nicht viel - Euro-Gelder fließen von Süd- nach Nord-Europa oder sogar gänzlich aus der Eurozone heraus und da die Alternativen begrenzt sind, in die USA hinein. Dann kommt die zweite Welle, wenn die Kreditaufnahme in USD, JPY oder CHF zu teuer wird und die Fonds (z.B.) ihre fremdfinanzierten Positionen auflösen, was wiederum USD, JPY und CHF unterstützt.

Was wird das Ende vom Lied sein? Werden wir Griechenland den Euro wieder weg nehmen müssen und als nächstes Spanien und Portugal bitten ihre Finanzen in Ordnung zu bringen? Auch das erscheint völlig abwegig, zumindest von Seiten der EU! Vielleicht sitzen wir es erst einmal aus und warten bis sich die Gemüter schließlich wieder beruhigt haben....denn auch in schwacher Euro hat so seine guten Seiten, z.B. was die deutsche Exportwirtschaft angeht.

Dennoch scheint der Trend im Moment klar zu sein - die Zwischenerholung wurde nur zum Abzug genutzt! Und EUR/USD scheint im Moment auch keine andere Wahl zu haben als die Richtung nach unten einzuschlagen. Wenn aus den USA schwache Daten gemeldet werden, dann drückt das auf den Risikoappetit und ist positiv für den USD. Wenn aus den USA positive Daten gemeldet werden, dann heißt es wieder die USA sei auf dem Weg der Besserung und ist ebenfalls positiv für den USD. Was in Europa passiert steht nur - wenn überhaupt - an zweiter Stelle!

Euro unter Druck

EUR/USD notiert bereits nahe der 1,36er Marke bei aktuell 1,3605.

Energie

Die Rohstoffpreise leiden natürlich ebenfalls unter den aktuellen Verwerfungen an den Märkten. Die Kombination aus fallenden Aktienmärkten, steigendem US-Dollar und allgemeiner Risikoschwäche belastet dabei natürlich auch die Ölpreise.

Der WTI-Preis der sich zu Beginn der Woche fest und mit Erholungstendenz zeigte und zeitweilig über 77 US-Dollar pro Barrel notierte, gab zum Ende der Woche hin dramatisch ab. Das europäische Referenzöl Brent ist mittlerweile sogar schon unter die 70 US-Dollar-Marke gefallen.

Nach wie vor bleiben aber auch die Fundamentaldaten preisbelastend - dank globalem Überangebot und nach wie vor schwacher Nachfrage in den OECD-Staaten.

WTI zur Lieferung im März notiert aktuell bei 70,35 US-Dollar pro Barrel an der NYMEX.

Brent Crude zur Lieferung im März notiert aktuell bei 68,81 US-Dollar pro Barrel an der ICE Futures Exchange in London.

Metalle

Edelmetalle

Auch der Goldpreis der sich zunächst wieder über der 1.100 US-Dollar-Marke stabilisieren konnte, fiel im Zuge der trüben Stimmung an den Märkten und des deutlichen Euro-Einbruchs wieder unter die psychologisch bedeutsame Marke auf den tiefsten Stand seit 3 Monaten.

Aktuell notiert das Edelmetall bei 1.049 US-Dollar pro Feinunze an der COMEX. Der London Gold Fix PM wurde heute bei 1.058 US-Dollar pro Feinunze festgesetzt.

Industriemetalle

Wie erwartet haben auch die Industriemetallpreise ihre bereits begonnene Korrektur weiter fortgesetzt - allerdings mit im Vergleich moderatem Tempo, da hier die Abwärtsbewegung bereits länger im Gang ist.

Auch hier wirken natürlich die gleichen Umstände wie bei den übrigen Rohstoffklassen belastend und zudem weiterhin die beginnende EXIT-Strategie von Seiten Chinas.

Nach wie erweist sich ebenfalls die fundamentale Ausgangslage als belastend. So verzeichnen die Lagerbestände ungerührt weiterhin ein Wachstum. In Shanghai sind die Kupferbestände mittlerweile auf ein 6-Jahres-Hoch bei 114.000 Tonnen gestiegen.

Hinzu kommt das anstehende chinesische Neujahrsfest! Die Feierlichkeiten dauern eine Woche und während dieser Zeit sind nicht nur die Börsen geschlossen, sondern es ruhen fast sämtliche industriellen Aktivitäten. So ist um das Neujahrsfest natürlich mit einer sich abschwächenden Nachfrage zu rechnen. Das Fest beginnt am 14.Februar!

Kupfer notiert aktuell bei 2,85 US-Dollar pro Pfund an der COMEX.
 
Quelle:
http://www.investor-verlag.de/usd-staerke-oelpreise-brechen-ein-/111059461/
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